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Kräuter zur Stärkung des Immunsystems

10 Kräuter zur Immunstärkung.  Natürliche Unterstützung für das Immunsystem im Winter

Was stärkt das Immunsystem auf natürliche Weise?

Was stärkt das Immunsystem auf natürliche Weise?

Ein starkes Immunsystem ist die Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden. Es wehrt Krankheitserreger ab und repariert geschädigtes Gewebe. Die angeborene Abwehr reagiert sofort, während die adaptive Immunantwort langfristige Erinnerung schafft. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie Sie Ihre Abwehrkräfte natürlich unterstützen und welche heimischen Kräuter besonders wirksam sind.

Was stärkt das Immunsystem natürlich?

Ausgewogene Ernährung:

Bunte, pflanzenbasierte Kost mit Vitaminen (A, C, D, E), Mineralstoffen (Zink, Selen) und sekundären Pflanzenstoffen.

Regelmäßige Bewegung:

Moderate Ausdaueraktivitäten (z. B. Gehen, Radfahren) fördern Lymphfluss und Abwehrzellen.

Ausreichend Schlaf:

7–9 Stunden Nacht ermöglichen Produktion von Zytokinen und anderen Botenstoffen.

Stressmanagement:

Meditation, Yoga & Co. senken Cortisol und verhindern Immunsuppression.

Hydration & frische Luft:

Viel trinken unterstützt Schleimhäute, Spaziergänge liefern Vitamin D.

Wie wirken immunmodulierende Kräuter?

Immunstimulation:

Polysaccharide, Saponine & Flavonoide aktivieren Makrophagen, NK-Zellen und unterstützen Antikörperbildung.

Immunregulation:

Curcumin, Gingerole & Co. hemmen Entzündungen, verhindern Überreaktionen und schützen Gewebe.

Viele Kräuter wirken außerdem adaptogen und liefern Mikronährstoffe, um Körper und Abwehr langfristig im Gleichgewicht zu halten.

Heimische immunstärkende Kräuter

Kraut Inhaltsstoffe Wirkung
Holunder (Sambucus nigra) Anthocyane, Flavonoide, Vitamin C Antiviral, antioxidativ
Hagebutte (Rosa canina) Vitamin C, Gerbstoffe, Flavonoide Immunstärkend
Schafgarbe (Achillea millefolium) Bitterstoffe, ätherische Öle Entzündungshemmend
Brennnessel (Urtica dioica) Vitamine A, C, K; Eisen, Magnesium Mineralstoff-Cocktail
Thymian (Thymus vulgaris) Thymol, Carvacrol Antimikrobiell
Salbei (Salvia officinalis) Ätherische Öle, Flavonoide Entzündungshemmend
Kamille (Matricaria chamomilla) Bisabolol, Flavonoide Beruhigend
Löwenzahn (Taraxacum officinale) Bitterstoffe, Vitamine Anregend
Melisse (Melissa officinalis) Flavonoide, ätherische Öle Antiviral
Johanniskraut (Hypericum perforatum) Hyperforin, Flavonoide Immunmodulierend

Anwendung:

Tee (2–3 Tassen/Tag), Sirup/Extrakte nach Packungsangabe, Kur über 4–6 Wochen.

Fazit: Gesunde Lebensführung kombiniert mit gezieltem Kräutereinsatz stärkt das Immunsystem nachhaltig.

Top 10 Kräuter zur Immunstärkung

Top 10 Kräuter zur Immunstärkung

Kräuter zur Immunstärkung

  • Echinacea – aktiviert Makrophagen & NK-Zellen
  • Holunder – antiviral & antioxidativ
  • Astragalus – adaptogen & immunmodulierend
  • Andrographis – antiviral & entzündungshemmend
  • Kurkuma – stark antioxidativ, reguliert Zytokine
  • Ingwer – entzündungshemmend & durchblutungsfördernd
  • Knoblauch – breit antiviral & antibakteriell
  • Süßholzwurzel – mukosaprotektiv & antiviral
  • Panax ginseng – adaptogen, steigert Widerstandskraft
  • Rhodiola – schützt vor stressbedingter Immunsuppression

Welche Heilpflanzen wirken stärker als Echinacea?

  • Andrographis – übertrifft Echinacea bei akuten Atemwegsinfekten
  • Astragalus – langfristige Immunmodulation durch adaptogene Wirkung
  • Holunder – besonders stark antiviral gegen Grippeviren
  • Süßholzwurzel – mächtig antiviral & entzündungshemmend
  • Kurkuma – breiter entzündungshemmender Effekt

Welches Kraut eignet sich am besten für Kinder?

  • Holunderblütentee – mild antiviral, süßer Geschmack
  • Hagebuttentee – Vitamin-C-Quelle, gut akzeptiert
  • Kamille – beruhigend & entzündungshemmend bei Erkältung
  • Lindenblüten – schweißtreibend & mild fiebersenkend
  • Melisse – beruhigt und schützt vor stressbedingter Immunsuppression

🌿 Anwendungstipp

Goldene Milch mit Kurkuma , Ingwer und Pfeffer kann bei ersten Erkältungssymptomen entzündungshemmend wirken – am besten warm vor dem Schlafengehen trinken.

Hinweis: Die nachfolgenden Informationen basieren auf externen Quellen und sind keine Empfehlung, die Pflanze in der genannten Weise zu nutzen.

Anwendung & Rezepte

Wie wende ich Echinacea (Sonnenhut) richtig an?

Tee:

2–4 Tassen täglich aus 2–3 g getrocknetem Kraut, 10 Min. ziehen lassen.

Extrakt:

300 mg standardisierter Extrakt (z. B. 4 % Polysaccharide) bis zu dreimal täglich ab Symptombeginn, maximal 7–10 Tage.

Hinweis: Nicht langfristig ohne Pausen einnehmen; bei Korbblütler-Allergie vorsichtig.

Wie bereite ich Holunder-Sirup selbst zu?

  1. Holunderbeeren mit Wasser und Zitronenscheiben aufkochen.
  2. Abgedeckt 12 Stunden ziehen lassen.
  3. Saft abseihen, mit Zucker oder Honig und Zitronensäure erneut aufkochen.
  4. In sterilisierte Flaschen füllen.

Dosierung:

1 EL (10 ml) bei ersten Symptomen bis zu dreimal täglich.

Welches Dosierungsschema ist bei Kurkuma-Extrakt ideal?

Formulierung Dosis Steigerung Dauer
Extrakt mit 95 % Curcumin + Piperin 500 mg Curcumin + 5 mg Piperin zweimal täglich zu den Mahlzeiten Bis zu 1 000 mg Curcumin täglich (aufgeteilt in zwei Dosen) bei Bedarf 4–6 Wochen, ideal vor/zu Essen für maximale Aufnahme

Kombinationen & Rezepte - Hausmittel gegen Immunschwäche

Holunder-Hagebutte-Kick (Teemischung)

Zutaten (für 1 Liter):

• 2 EL getrocknete Holunderbeeren
• 2 EL getrocknete Hagebuttenschalen
• 1 TL getrocknete Ingwerstücke
• 1 Liter kochendes Wasser

  1. Beeren, Hagebuttenschalen und Ingwerstücke in einen Teefilter oder direkt ins Teekännchen geben.
  2. Mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen.
  3. Abgedeckt 10 Min. ziehen lassen.
  4. Abseihen und nach Belieben mit Honig süßen.
  5. Warm trinken, bis zu 3 Tassen pro Tag.

Thymian-Salbei-Boost (Teemischung)

Zutaten (für 500 ml):

• 1 EL getrockneter Thymian
• 1 EL getrockneter Salbei
• 1 EL getrocknete Zitronenmelisse
• 500 ml kochendes Wasser

  1. Kräuter in ein Teesieb oder Kännchen geben.
  2. Mit 500 ml kochendem Wasser übergießen.
  3. Abgedeckt 8 Min. ziehen lassen.
  4. Absieben und lauwarm genießen, besonders bei Husten oder Halskratzen.
  5. Bis zu 2 Tassen täglich.

Kamille-Linden-Melisse (Beruhigender Immuntee) - Die Kamille wirkt entzündungshemmend und eignet sich gut bei ersten Erkältungssymptomen.

Zutaten (für 750 ml):

• 1 EL Kamillenblüten
• 1 EL Lindenblüten
• 1 EL getrocknete Melissenblätter
• 750 ml kochendes Wasser

  1. Kräuter mischen und in Teefilter füllen.
  2. Mit 750 ml heißem Wasser übergießen.
  3. 10 Min. ziehen lassen, dabei abdecken.
  4. Abseihen, warm trinken.
  5. 1–2 Tassen abends, fördert Entspannung und Immunabwehr.

Ingwer-Kurkuma-Pfeffer-Paste

Zutaten (Vorratspaste, ca. 100 g):

• 50 g frischer Ingwer, geschält und gerieben
• 50 g frische Kurkumawurzel, geschält und gerieben
• 1 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
• Etwas Wasser zum Binden

  1. Ingwer und Kurkuma reiben.
  2. Mit Pfeffer mischen und so viel Wasser zugeben, dass eine streichfähige Paste entsteht.
  3. Paste in ein sauberes Glas füllen, kühl lagern (1–2 Wochen haltbar).
  4. Jeweils 1 TL in Goldener Milch oder Zitronenwasser 5 Min. köcheln lassen.

Mango-Ingwer-Smoothie

Zutaten (1 Portion):

• 1 reife Mango, gewürfelt
• 1 Banane
• 1 TL frisch geriebener Ingwer
• 1 TL Kurkumapaste (s. oben)
• 200 ml Kokoswasser

  1. Alle Zutaten in den Mixer geben.
  2. Auf höchster Stufe 30 Sek. mixen, bis eine glatte Konsistenz entsteht.
  3. In ein Glas füllen und sofort genießen.

Grüner Immun-Smoothie

Zutaten (1 Portion):

• 1 Handvoll frischer Spinat
• 5 Blätter frische Melisse
• 1 Kiwi, geschält
• 200 ml Wasser

  1. Zutaten waschen und grob zerkleinern.
  2. Spinat, Melisse, Kiwi und Wasser im Mixer 30 Sek. pürieren.
  3. In ein Glas füllen und sofort trinken.

Beeren-Kurkuma-Boost

Zutaten (1 Portion):

• 100 g Beerenmix (frisch oder TK)
• 1 TL Kurkumapaste
• 1 EL Holunderblütensirup
• 150 g Joghurt oder Pflanzendrink

  1. Beeren, Kurkumapaste und Holunderblütensirup in den Mixer geben.
  2. Joghurt oder Pflanzendrink hinzufügen und 30 Sek. mixen.
  3. In ein Glas füllen und mit Beeren garnieren.

🧒 Für Kinder geeignet

Sanfte Kräuter wie Kamille oder Holunderblüten wirken beruhigend und helfen bei Erkältungen – auch für Kinder gut verträglich.

💡 Tipp zur Immunstärkung

Die Brennnessel liefert reichlich Vitamin C, Eisen und Magnesium – wichtige Mikronährstoffe für ein starkes Immunsystem.

Sekundäre Pflanzenstoffe – Studien & Gesundheit

Mehrere Beobachtungsstudien und Metaanalysen belegen, dass sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, Carotinoide und Glucosinolate antioxidative besitzen. Beispielsweise senken flavonoidreiche Lebensmittel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, während Carotinoide positiv auf die Augen- und Hautgesundheit wirken.

Quellennachweis: DGE: Sekundäre Pflanzenstoffe und die Gesundheit

⚠️ Bitte beachten: Auch natürliche Heilpflanzen können Risiken und Nebenwirkungen haben. Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keine ärztliche Beratung.
Rechtliche Hinweise ansehen

Sicherheit & Wechselwirkungen

Welche Nebenwirkungen haben immunstärkende Kräuter?

  • Magen-Darm-Beschwerden (Blähungen, Übelkeit)
  • Allergische Reaktionen (insbesondere bei Korbblütlern)
  • ⚠️ Achtung bei Süßholzwurzel! Blutdruckanstieg durch Süßholz
  • Wechselwirkungen z. B. mit Johanniskraut, Knoblauch, Ginseng

Worauf muss ich bei Johanniskraut und Medikamenten achten?

  • Induziert CYP3A4 – senkt Spiegel von Antibabypille, Blutverdünnern, HIV-Medikamenten
  • Erhöhte Photosensibilität möglich
  • Vor Einnahme stets ärztliche Rücksprache halten

Ist eine Langzeitanwendung von Süßholzwurzel unbedenklich?

  • Über 100 mg Glycyrrhizin/Tag: Risiko für Bluthochdruck, Kaliumverlust, Herzrhythmusstörungen
  • Empfehlung: 2–4 Wochen anwenden, dann Pause einlegen
  • Bei Vorerkrankungen unbedingt Rücksprache mit Arzt oder Heilpraktiker

⚠️ Achtung bei Süßholzwurzel

Längere Einnahme hoher Dosen kann den Blutdruck erhöhen. Empfohlene Dauer: maximal 2–4 Wochen – bei Vorerkrankungen bitte ärztlich abklären.

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