Wilde Möhre

🍃 Wirkung, Erkennung & Anwendung


Pflanzensteckbrief

Wilde Möhre Daucus carota

Die Wilde Möhre ist die ursprüngliche Form der Kulturkarotte und erkennt man an fein gefiederten Blättern und weißen Doldenblüten mit dunklem Zentrum. Sie wächst häufig auf Wiesen und an Wegrändern.

Familie
Doldenblütler (Apiaceae)
Wuchs
Zweijährig, 30–120 cm hoch
Standort
Sonnig, trockene bis mäßig nährstoffreiche Böden
Blütezeit
Juni bis September
Verwendete Teile
Wurzel (jung), Samen, Blätter
Besonderheit
Dunkler Punkt in der Blütendolde – typisches Erkennungsmerkmal

Verwendung & Anwendung

Traditionelle Anwendung: Wilde Möhre wurde zur Unterstützung der Verdauung und als mildes Wildgemüse genutzt.

Wirkprinzip: Enthält ätherische Öle und Bitterstoffe, die verdauungsfördernd wirken.

Küche: Junge Wurzeln essbar, aber deutlich faseriger als Kulturmöhren – Samen aromatisch.

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Carotinoide, Bitterstoffe.

Die ätherischen Öle sind für den charakteristischen Geruch und die Wirkung verantwortlich.

Wilde Möhre im Winter: Wenn die Dolde zum Samennest wird

Nach der Blüte zieht sich die flache Dolde der Wilden Möhre nach innen zusammen und bildet eine halbkugelige, nestartige Struktur. Diese sogenannte Vogelnestform schützt die Samen vor Nässe und Wind und sorgt dafür, dass sie oft erst bei Frost-Tau-Wechseln im Spätwinter freigesetzt werden.

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