Johanniskraut

🍃 Wirkung, Erkennung & Anwendung


Pflanzensteckbrief

Johanniskraut Hypericum perforatum

Johanniskraut ist eine aufrechte Pflanze mit gelben Blüten und punktiert wirkenden Blättern. Hält man ein Blatt gegen das Licht, erscheinen kleine „Löcher“ – tatsächlich sind es eingelagerte Öldrüsen.

Familie
Johanniskrautgewächse (Hypericaceae)
Wuchs
Mehrjährig, aufrecht, 30–80 cm hoch
Standort
Sonnig, trockene bis mäßig nährstoffreiche Böden (Wiesen, Wegränder)
Blütezeit
Juni bis August (um den Johannistag)
Verwendete Teile
Blühendes Kraut
Besonderheit
Roter Farbstoff tritt beim Zerreiben der Blüten aus

Verwendung & Anwendung

Traditionelle Anwendung: Johanniskraut wird klassisch bei nervöser Unruhe, leichten depressiven Verstimmungen und Schlafproblemen eingesetzt.

Äußerlich: Als Öl (Rotöl) zur Pflege der Haut und bei kleinen Verletzungen.

Hinweis: Kann die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen und Wechselwirkungen mit Medikamenten haben.

Inhaltsstoffe

Hypericin, Hyperforin, Flavonoide, Gerbstoffe, ätherische Öle.

Hypericin ist für die rote Färbung und einen Teil der Wirkung verantwortlich.

Kräuterleben · Bestimmung & Sicherheit

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Entscheidend ist die Kombination aus gegenständigen Blättern mit durchscheinenden Öldrüsen, gelben fünfzähligen Blüten und dem typischen rötlichen Farbaustritt beim Zerreiben.

Bestimmungspfad
Schritt 1 von 4
Schritt 1

Haben die Blätter viele kleine, durchscheinende Punkte (wie Nadelstiche)?

Halte ein Blatt gegen das Licht: Die Öldrüsen erscheinen als helle Punkte – das wichtigste Merkmal.

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