Blutwurz

🍃 Wirkung, Erkennung & Anwendung


Pflanzensteckbrief

Blutwurz Potentilla erecta

Blutwurz ist eine unscheinbare Wiesenpflanze mit kleinen gelben Blüten, die sich deutlich von anderen Fingerkräutern unterscheidet: Sie besitzt meist nur vier Blütenblätter. Auffällig ist vor allem die Wurzel, die beim Anschneiden intensiv rot wird.

Familie
Rosengewächse (Rosaceae)
Wuchs
Mehrjährig, niedrig wachsend, kriechend bis aufrecht
Standort
Magerwiesen, Heideflächen, lichte Wälder
Blütezeit
Mai bis August
Verwendete Teile
Wurzelstock (Rhizom)
Besonderheit
Wurzel färbt sich beim Anschneiden blutrot

Verwendung & Anwendung

Traditionelle Anwendung: Stark zusammenziehend (adstringierend), eingesetzt bei Durchfall, Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie äußerlich bei Hautproblemen.

Verwendung meist als Tee, Tinktur oder Spülung. Keine typische Küchenpflanze.

Inhaltsstoffe

Hoher Gehalt an Gerbstoffen (Catechingerbstoffe), Flavonoide.

Die Gerbstoffe sind verantwortlich für die stark zusammenziehende Wirkung.

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Bestimmung
Schritt 1 von 4
Schritt 1

Hat die Blüte genau 4 gelbe Blütenblätter?

Blutwurz hat auffällig vier Blütenblätter – nicht fünf wie die meisten ähnlichen Arten.

Einordnung im Pflanzenwissen

Blutwurz ist eine heimische Wildpflanze aus der Familie der Rosengewächse und wird im Pflanzenwissen den Wildpflanzen sowie den Heilpflanzen zugeordnet. Beachtung findet sie vor allem wegen ihres stark gerbstoffhaltigen Wurzelstocks, der in der traditionellen Pflanzenkunde beschrieben wird. Darüber hinaus spielt Blutwurz eine Rolle in der Vegetationskunde nährstoffarmer Standorte. Die folgenden Wissensbereiche ordnen Blutwurz sachlich ein und geben einen Überblick über botanische Grundlagen und traditionelle Einordnung.

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