Bergahorn

🍃 Wirkung, Erkennung & Anwendung


Pflanzensteckbrief

Bergahorn Acer pseudoplatanus

Der Bergahorn ist ein großer, weit verbreiteter Laubbaum mit typischen handförmig gelappten Blättern. Er wächst in Wäldern, an Waldrändern und in Berglagen. Auffällig sind die geflügelten Samen und die oft schuppige Borke älterer Bäume.

Familie
Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Wuchs
Baum, bis über 30 m hoch, breite Krone
Standort
Wälder, Waldränder, frische bis feuchte Böden
Blütezeit
April bis Mai
Verwendete Teile
Blätter, junge Triebe, Saft (eingeschränkt)
Besonderheit
Geflügelte Samen („Nasenzwicker“), schuppige Rinde

Verwendung & Anwendung

Küche: Junge Blätter gelegentlich als Wildgemüse oder Beigabe nutzbar.

Weitere Nutzung: Baumsaft kann im Frühjahr angezapft werden (ähnlich Ahornsirup, jedoch selten genutzt).

Inhaltsstoffe

Mineralstoffe, geringe Mengen sekundärer Pflanzenstoffe.

Der Bergahorn ist keine klassische Heilpflanze – Nutzung erfolgt eher als Baum mit begrenzter essbarer Verwendung.

Vier Entwicklungsstadien des Bergahorns im Frühjahr

Am selben Standort lassen sich beim Bergahorn oft mehrere Wachstumsphasen gleichzeitig beobachten: von der geschlossenen Knospe über das Aufbrechen der Knospenschuppen bis zum frisch entfalteten Jungblatt. Diese kurzen Übergänge zeigen, wie schnell sich junge Ahorntriebe im Frühling entwickeln.

Einordnung im Pflanzenwissen

Der Bergahorn ist ein heimischer Laubbaum und wird im Pflanzenwissen den Wildpflanzen beziehungsweise Wildgehölzen zugeordnet. Er spielt vor allem in der Forstwirtschaft, der Landschaftsökologie und der traditionellen Nutzung von Gehölzen eine Rolle. In der Volkskunde und Naturbeobachtung findet er ebenfalls Beachtung, ohne als klassische Heilpflanze eingeordnet zu werden. Die folgenden Wissensbereiche ordnen den Bergahorn sachlich ein und geben einen Überblick über botanische Grundlagen und kulturhistorische Einordnung.

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