🌿 Magen‑Wohl
Mild und süßlich – angenehm nach dem Essen.
ÜbernehmenKräuter Tee kann wirken!
Kräutertee ist kein Modegetränk, sondern seit Jahrhunderten ein Teil der Hausapotheke. Schon früher haben Menschen Blätter, Blüten und Wurzeln aufgebrüht, um Beschwerden zu lindern – von Erkältung bis Verdauung. Und noch heute gilt: die richtige Mischung macht den Unterschied.
Während schwarzer und grüner Tee Koffein enthalten, ist Kräutertee in der Regel koffeinfrei. Seine Wirkung entsteht durch ätherische Öle, Bitterstoffe oder Gerbstoffe – und genau diese Vielfalt macht ihn so spannend. Je nach Auswahl kann dein Tee beruhigen oder anregen, die Verdauung fördern, das Immunsystem stärken oder einfach für Genuss sorgen.
👉 So findest du schnell heraus, welcher Kräutertee zu dir passt – und wie du ihn selbst zusammenstellen kannst.
Wähle ein Thema. Mit 1 Klick füllst du den Mischungsfinder (60/30/10) automatisch vor.
Ziel & Geschmack wählen → Vorschlag übernehmen → im Pro‑Modus verfeinern.
Prinzip: Basis trägt den Geschmack, Begleit bringt Profil, Akzent setzt Aroma. Summe = 100 %.
Voreinstellung 60–30–10. Du kannst anpassen – die Summe muss 100 % ergeben.
Zutat | Rolle | Gramm |
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💡 Richtwert: 1 EL pro 250 ml, 8–10 Min. abgedeckt ziehen lassen. Enthält Samen? → Samen leicht anstoßen (Mörser) und 10–15 Min. ziehen.
Wer Kräutertee selbst mischt, entscheidet bewusst, welche Pflanzen in die Kanne kommen. Du bestimmst Qualität und Herkunft – ob Bio‑Ware, verlässlich getrocknete Kräuter oder Brennnessel aus dem eigenen Garten. Diese Transparenz fehlt bei vielen anonymen Beutel‑Mischungen, bei denen die genaue Zusammensetzung und Herkunft schwer nachvollziehbar sind.
Industriell hergestellte Tees nutzen häufig sehr feines Schnittgut („Fannings/Dust“). Das färbt schnell, ist aber oft ärmer an ganzen Blatt‑, Blüten‑ oder Samenstücken. Gröbere, gut erkennbare Pflanzenteile bewahren tendenziell mehr Aroma und ätherische Öle – der Aufguss wird von vielen als runder und natürlicher wahrgenommen.
Fertige Mischungen enthalten nicht selten Aromen oder günstige „Füllpflanzen“, die den Geschmack strecken. Beim Selbstmischen liegt alles in deiner Hand: nur die Kräuter, die du wirklich willst – ohne Aromastoffe, ohne unnötige Zusätze. So bleibt dein Tee so pur wie deine Zutatenliste.
Menschen reagieren unterschiedlich auf Kräuter. Standardmischungen zielen auf den Durchschnitt. Wenn du selbst kombinierst, passt du dein Verhältnis an: mehr Kamille für ruhige Abende, etwas mehr Fenchel bei Völlegefühl, ein Hauch Lavendel für blumige Note – genau so, wie es dir bekommt und schmeckt.
Seit Jahrhunderten setzen Klostergärten und Volkskunde auf Heilkräuter – basierend auf Erfahrung, nicht auf Schlagworte. Moderne Verpackungen versprechen mitunter „Detox“ oder „Wunderwirkung“. Selbst gemischter Kräutertee braucht solche Etiketten nicht: Er setzt auf ehrliche Pflanzenkraft, traditionelle Anwendung und verantwortungsvolle Zubereitung – ohne Werbeversprechen.
Hinweis: Angaben zur Verwendung beruhen auf traditioneller Kräuterkunde und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Schwangerschaft, Stillzeit oder Dauermedikation bitte fachlich abklären.
Basis-Kräuter (60 %): milde Kräuter, die den Geschmack tragen, z. B. Kamille , Zitronenmelisse.
Begleit-Kräuter (30–40 %): bringen Wirkung oder Tiefe, z. B. Fenchel , Thymian.
Akzent-Kräuter (10–20 %): geben Aroma oder Farbe, z. B. Lavendel , Pfefferminze.
Damit Kräutertee rund schmeckt, hilft eine einfache Faustregel: 60 % Basis, 30–40 % Begleit, 10–20 % Akzent. So balancierst du Geschmack, Wirkung und Aroma – ohne Rechnen. Abweichen ist erlaubt, die Regel ist deine Leitplanke.
Mild, freundlich, viel Körper.
Profil & Funktion, ohne zu dominieren.
Aroma, Frische oder Farbe.
💡 Feinjustierung: Bitter? Basis +10 %. Zu flach? Begleit +10 %. Mehr Duft? Akzent +5 %.
Die richtige Zubereitung entscheidet, ob dein Tee mild, aromatisch oder kräftig wird. Unterschiedliche Pflanzenteile brauchen unterschiedliche Methoden – hier die wichtigsten Regeln. Richtwerte für den Alltag. Je nach Kraut und persönlichem Geschmack gern anpassen.
Praxiswissen:
Kräuter wie Kamille, Melisse oder Lavendel werden einfach mit kochendem Wasser übergossen. Ziehzeit: 8–10 Minuten. Wichtig: immer abdecken, damit die ätherischen Öle nicht entweichen.
Fenchel, Anis oder Hagebutten entfalten ihr Aroma besser, wenn man sie vorher leicht anstößt. Danach mit heißem Wasser übergießen und 10–15 Minuten ziehen lassen – ebenfalls abgedeckt.
Robuste Teile wie Ingwer oder Süßholz brauchen mehr Hitze. Dafür ein Dekokt: 5 Minuten in Wasser köcheln lassen, dann noch 10 Minuten ziehen. So lösen sich Bitterstoffe und wertvolle Inhaltsstoffe vollständig.
Kräuter wie Schafgarbe oder Wermut nur kurz ziehen lassen: 5–7 Minuten. Sonst wird der Tee schnell zu herb. Am besten mit milderen Kräutern kombinieren.
Pflanzenteil | Methode | Zeit / Temperatur | Dosierung (pro 1 L) | Hinweise |
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Blätter & Kraut (z. B. Melisse, Pfefferminze, Brennnessel) | Heißaufguss | 8–10 Min · 95–100 °C | 6–8 g/L (≈ 1–2 EL/L) | Abgedeckt ziehen lassen – ätherische Öle bewahren. |
Blüten (z. B. Kamille, Ringelblume, Lavendel) | Heißaufguss | 6–8 Min · 85–95 °C | 4–6 g/L (≈ 1 EL/L) | Empfindlich – nicht kochen, nur überbrühen, abdecken. |
Samen & Früchte (z. B. Fenchel, Anis, Hagebutte) | Heißaufguss | 10–15 Min · 95–100 °C | 8–10 g/L (≈ 2 EL/L) | Vorher leicht anstoßen(Mörser), dann abgedeckt ziehen. |
Wurzeln & Rinden (z. B. Ingwer, Süßholz) * | Dekokt | 5 Min köcheln+ 10 Min ziehen | 10–12 g/L (≈ 2–3 EL/L) | Robust – erst sieden, dann abgedeckt nachziehen lassen. |
Bitterkräuter (z. B. Schafgarbe, Wermut) | Heißaufguss | 5–7 Min · 95 °C | 4–6 g/L | Kurz ziehen, sonst sehr bitter; gut mit milder Basis mischen. |
Harzige/ätherische Kräuter (z. B. Thymian, Salbei, Rosmarin) | Heißaufguss | 8–10 Min · 95–100 °C | 6–8 g/L | Immer abgedeckt, damit die flüchtigen Öle im Tee bleiben. |
Zarte, duftige Kräuter (z. B. Zitronenverbene) | Heißaufguss | 6–8 Min · 85–90 °C | 4–6 g/L | Etwas kühler aufgießen, Aroma bleibt feiner – abdecken. |
💡 Grundsatz: Immer abgedeckt ziehen lassen, damit ätherische Öle nicht entweichen. Richtwert: 1 EL Mischung pro 250 ml(Tasse). Angaben beruhen auf traditioneller Kräuterkunde; bei besonderen Situationen (Schwangerschaft, Dauermedikation) bitte fachlich abklären.
* Süßholz kann den Blutdruck beeinflussen – bei entsprechenden Vorerkrankungen zurückhaltend verwenden.
Mild und süßlich – angenehm nach dem Essen.
Verhältnis: Kamille 60 · Fenchel 30 · Melisse 10
Geschmack: weich, süßlich, blumig
Zubereitung: 6 g/L · Fenchel leicht anstoßen · 10–15 min abgedeckt
ÜbernehmenBlumig‑sanft – ideal zum Runterkommen.
Verhältnis: Melisse 60 · Passionsblume 30 · Lavendel 10
Geschmack: blumig, rund
Zubereitung: 6 g/L · 8–10 min abgedeckt
ÜbernehmenWürzig mit fruchtigem Akzent.
Verhältnis: Thymian 60 · Salbei 30 · Hagebutte 10
Geschmack: würzig, leicht fruchtig
Zubereitung: 6 g/L · 8–10 min abgedeckt (Hagebutte gern 10–15 min)
ÜbernehmenKrautig‑blumig – traditionell zur Begleitung.
Verhältnis: Brennnessel 60 · Schafgarbe 30 · Ringelblume 10
Geschmack: krautig, mild‑blumig
Zubereitung: 6 g/L · 8–10 min abgedeckt
ÜbernehmenMild‑krautig, angenehm trinkbar.
Verhältnis: Birke 60 · Brennnessel 30 · Goldrute 10
Geschmack: krautig, sauber
Zubereitung: 6 g/L · 8–10 min abgedeckt · über den Tag verteilt trinken
ÜbernehmenKrautig‑wärmend mit fruchtiger Note.
Verhältnis: Brennnessel 60 · Ingwer 30 · Hagebutte 10
Geschmack: krautig, wärmend, fruchtig
Zubereitung: 6–8 g/L · Ingwer als Dekokt 5 min+ 10 min ziehen; abdecken
ÜbernehmenKühl‑frisch mit harzigem Rücken.
Verhältnis: Pfefferminze 60 · Rosmarin 30 · Zitronenverbene 10
Geschmack: minzig, harzig, zitronig
Zubereitung: 6 g/L · 8–10 min abgedeckt
ÜbernehmenBlumig‑krautig, angenehm rund.
Verhältnis: Weißdorn 60 · Melisse 30 · Rosmarin 10
Geschmack: blumig, krautig
Zubereitung: 6 g/L · 8–10 min abgedeckt
ÜbernehmenHinweis: Traditionelle Anwendungen – kein Ersatz für ärztlichen Rat. Dosierungen und Ziehzeiten sind Richtwerte; bitte nach Geschmack anpassen.