Digitale Kräuterwanderung: Durch Weinberge, Wiesen und Wälder
Schmucke Weinberge, saftige Wildblumenwiesen und das geheimnisvolle Dickicht des Waldes – komm mit mir auf eine virtuelle Entdeckungsreise vor deiner Haustür. Da wir heute nicht gemeinsam vor Ort sein können, bringe ich dir die Natur direkt nach Hause.
Lerne die unterschiedlichen Lebensräume kennen und entdecke, welche Pflanzen uns unterwegs begegnen. Klicke auf eine Pflanze und erfahre mehr über ihre Merkmale, Inhaltsstoffe, traditionelle Verwendung und heutige Einordnung.
Hier startet unsere Kräuterwanderung
Oben an der Bleidenbergkirche beginnt unsere Runde. Direkt neben der Kirche lohnt sich schon der erste Blick: Im kleinen Kräutergarten wachsen traditionelle Heil- und Würzpflanzen, darunter auch Arten, die früher rund um Klöster und Kirchen gezielt kultiviert wurden.
Danach verlassen wir den Garten und steigen in den Sieben-Fußfälle-Steig ein. Der schmale Pfad führt durch die steilen Weinberge hinunter Richtung Alken.
Zwischen Schiefer, Trockenmauern und sonnigen Hängen wächst eine erstaunliche Vielfalt – darunter auch Pflanzen, die man nicht an jedem Wegrand findet.
Also los: Erst schauen wir ins Kräuterbeet – dann geht’s in den wilden Weinberg. ↓
Die Sonnendecks der wilden Weinberge
Unser Weg beginnt dort, wo der Schiefer die Wärme speichert und die Reben wachsen. Zwischen Trockenmauern, steinigen Hängen und sonnigen Böschungen trotzen echte Überlebenskünstler Hitze und Trockenheit.
Ein besonderer Halt auf unserer Runde ist der Bleidenberg: Wallfahrtskirche und Heilpflanzenbeet des örtlichen Team Bleidenberg schlagen hier eine Brücke zwischen Landschaft und alter Pflanzenkunde. Denn Heilpflanzen wurden über Jahrhunderte nicht nur wild gesammelt, sondern besonders an Klöstern, Kirchen und in Kräutergärten ganz gezielt angebaut und weitergegeben.

Was hier am Wegesrand wächst
Zwischen Reben, Schiefer, Trockenmauern und sonnigen Böschungen begegnen uns Pflanzen, die mit Wärme und kargen Standorten gut zurechtkommen.
Färberwaid und Färberkamille erinnern daran, dass Pflanzen früher nicht nur gesammelt, sondern auch zum Färben genutzt wurden.
Johanniskraut, Thymian und Dost gehören zu den auffälligen Begleitern. Thymian und Dost kennen wir zugleich als aromatische Küchenkräuter.
Orchideen, Sommerwurz, Steinmiere, Kletten-Labkraut und der blau blühende Natternkopf zeigen, wie vielfältig selbst ein trockener Weinberg sein kann.
An Hecken und alten Grundstücksgrenzen finden wir außerdem Schlehe und Mispel – zwei typische Fruchtgehölze, die besonders im Herbst interessant werden.









