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Entzündungsfördernde Lebensmittel: Diese Lebensmittel sollten Sie möglichst einschränken
Kein einzelnes Lebensmittel verursacht allein chronische Entzündungen. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass bestimmte Ernährungsgewohnheiten mit einer erhöhten Entzündungsaktivität in Verbindung stehen können. Besonders eine dauerhaft stark verarbeitete, zuckerreiche Ernährung gilt als ungünstig.
1. Zucker und isolierte Kohlenhydrate
Haushaltszucker, Süßigkeiten, Weißbrot, helle Backwaren und andere stark raffinierte Kohlenhydrate lassen den Blutzucker rasch ansteigen. Dadurch wird viel Insulin ausgeschüttet. Langfristig kann dies entzündungsfördernde Signalwege aktivieren und die Bildung bestimmter Zytokine begünstigen. Gleichzeitig fehlen diesen Lebensmitteln meist Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
Typische Beispiele:
Süßwaren, Kuchen, Kekse, Weißbrot, Toast, Cornflakes, gezuckerte Frühstückscerealien und süße Backwaren.
2. Transfette und ein ungünstiges Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3
Nicht alle Fette wirken gleich. Industriell hergestellte Transfette
gelten als ungünstig für Herz und Stoffwechsel und sollten möglichst gemieden werden. Darüber hinaus enthält die westliche Ernährung häufig deutlich mehr Omega-6-Fettsäuren
als Omega-3-Fettsäuren. Nach heutigem Kenntnisstand könnte ein dauerhaft unausgewogenes Verhältnis entzündliche Prozesse begünstigen. Entscheidend ist daher weniger der vollständige Verzicht auf Omega-6, sondern eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-reichen Lebensmitteln.
Typische Beispiele:
Frittierte Speisen, Fast Food, Chips, industrielles Gebäck sowie Lebensmittel mit gehärteten Fetten. Ein hoher Anteil an Sonnenblumen-, Distel- oder Maiskeimöl bei gleichzeitig geringer Aufnahme von Omega-3-reichen Lebensmitteln kann das Fettsäureverhältnis zusätzlich verschieben.
3. Stark verarbeitete Fleisch- und Wurstwaren
Verarbeitete Fleischprodukte enthalten häufig Nitritpökelsalz sowie viel Salz und gesättigte Fettsäuren. Beim starken Anbraten, Grillen oder Frittieren entstehen zusätzlich sogenannte fortgeschrittene Glykationsendprodukte (AGEs). Diese Stoffe werden mit oxidativem Stress und chronischen Entzündungsprozessen in Verbindung gebracht.
Typische Beispiele:
Salami, Brühwürste, Wiener Würstchen, Bacon, Grillwürste sowie stark gebratenes oder verkohltes Fleisch.
4. Alkohol und zuckerhaltige Softdrinks
Übermäßiger Alkoholkonsum belastet die Leber und kann die Durchlässigkeit der Darmbarriere erhöhen ("Leaky Gut"). Auch stark gezuckerte Softdrinks liefern große Mengen schnell verfügbarer Zucker ohne nennenswerte Nährstoffe. Beides kann Entzündungsprozesse und Stoffwechselstörungen begünstigen.
Typische Beispiele:
Cola, Limonaden, Energydrinks, gezuckerter Eistee sowie regelmäßiger hoher Alkoholkonsum.
5. Fertiggerichte und hochverarbeitete Lebensmittel
Hochverarbeitete Lebensmittel enthalten häufig große Mengen Zucker, minderwertige Fette, Salz sowie zahlreiche Zusatzstoffe. Einige Emulgatoren stehen im Verdacht, die Darmflora und die Darmbarriere negativ zu beeinflussen. Insgesamt gelten stark verarbeitete Lebensmittel als Kennzeichen einer Ernährungsweise, die mit chronischen Entzündungen in Verbindung gebracht wird.
Typische Beispiele:
Tiefkühl-Fertiggerichte, Instantprodukte, Fertigsoßen, aromatisierte Snacks, Fast Food und andere stark industriell verarbeitete Produkte.