Blütenfarbe erkennen
Der Trick beim Bestimmen: Farbe ist ein schneller Filter – aber erst Form, Aufbau und Details machen aus einer Vermutung eine sichere Zuordnung.
Kaum ein Merkmal wirkt so unmittelbar wie die Blütenfarbe. Sie ordnet, sie sortiert, sie spart Zeit. Viele Wildkräuter lassen sich damit bereits in wenigen Sekunden in eine sinnvolle Richtung schieben – besonders dort, wo auf einer Wiese dutzende Arten gleichzeitig blühen.
Aber: Farbe führt leicht in die Irre. Manche Arten wechseln ihren Ton je nach Standort, Licht oder Reifegrad. Und viele Pflanzenfamilien teilen sich dieselben Farbräume. Darum gilt als Grundregel: Die Farbe wird immer mit der Blütenform, dem Aufbau und weiteren Merkmalen abgeglichen.
Wähle unten eine Farbgruppe. Die Detailseiten zeigen dir die typischen Vertreter – und vor allem die Unterschiede, die in der Praxis wirklich zählen.
Gelb
Die häufigste Signalfarbe der Wiese – von Löwenzahn bis zu Korbblütlern.
Weiß
Häufig in Dolden und Schirmen – viele Arten sehen ähnlich aus, Details entscheiden.
Lila
Oft Lippenblütler – klein, aber gut erkennbar, wenn du auf den Aufbau achtest.
Blau
Selten, aber stark: Wenn blau auftaucht, lohnt sich der zweite Blick.
Rosa
Von zart bis kräftig – häufig auf Wiesen, an Wegen und im Saum.
Grün
Unscheinbar – aber häufig entscheidend, wenn Blüten kaum auffallen.
Braun
Samenstände, Gräser, verblühte Köpfe – ein unterschätztes Erkennungsfeld.
Bunt
Mehrfarbig oder mit Übergängen – meist leichter einzugrenzen als gedacht.
Orange
Ringelblume, Kapuzinerkresse – warme Töne, oft sehr charakteristisch.
Rot
Selten, auffällig, schnell zuzuordnen – wenn man die typischen Arten kennt.
