Warum die Blüte entscheidend ist
Blüten enthalten die Fortpflanzungsorgane einer Pflanze. Ihre Gestalt ist artspezifisch und oft leichter zu unterscheiden als die Blätter. Viele Familien lassen sich schon am Blütenbau erkennen.
Typische Blütenmerkmale
- Kronblätter: Anzahl und Form (z. B. fünf bei Malven, vier bei Kreuzblütlern).
- Blütenstand: Dolden (Möhre), Körbchen (Arnika), Trauben (Senf).
- Symmetrie: radiär (Sternform) oder zygomorph (spiegelsymmetrisch, z. B. bei Lippenblütlern).
- Farbe: Hilft beim ersten Eingrenzen, aber immer mit anderen Merkmalen kombinieren!
Wichtige Pflanzenfamilien einfach erklärt
🌼 Korbblütler (Asteraceae): Viele kleine Blüten bilden zusammen ein „Körbchen“. Typisch: Löwenzahn, Arnika. Häufig gelb, aber auch weiß oder violett.
🌿 Lippenblütler (Lamiaceae): Blüten mit Ober- und Unterlippe, oft aromatisch. Stängel meist vierkantig. Beispiele: Salbei, Thymian, Minze.
🌱 Doldenblütler (Apiaceae): Blüten in Doldenform, oft weiß. Achtung: Manche sehr giftig (z. B. Schierling)! Beispiele: Giersch, Möhre.
🌹 Rosengewächse (Rosaceae): Fünfzählige Blüten, meist rosa oder weiß, oft mit essbaren Früchten. Beispiele: Mädesüß, Apfel.
Verwechslungsgefahr
Vor allem weiße Blüten können tückisch sein: viele giftige Arten gehören zu den Doldenblütlern (z. B. Schierling). Deshalb gilt: immer zusätzlich Stängel, Geruch und Standort prüfen.