Wildkräuter im August – Sammeln, Gesundheit, Vorrat
🌼 Themen & Schätze im August: Deine Wildkräuter-Übersicht
🌿 Hochsommer – Zeit der Blüten, Samen und Reife
Der August ist ein Monat voller Reife: Die Natur zeigt sich in ihrer Fülle – mit Heilpflanzen in kräftiger Blüte, nährstoffreichen Samen und ersten Wurzeln. Jetzt beginnt die beste Zeit, um zu sammeln, was über den Sommer gewachsen ist: farbenfrohe Blüten für die Hausapotheke, würzige Kräuter für die Vorratskammer und kraftvolle Wildpflanzen für die Küche. In diesem Beitrag findest du einen Überblick über typische Wildkräuter im August – mit Tipps zum achtsamen Sammeln und zur praktischen Verwendung. Mehr dazu liest du auch auf unserer Seite zu Heilkräutern im August.
Weitere Ideen findest du auch rund um das Selbermachen mit Kräutern , das Anlegen von Vorräten , sowie in unserer Hausapotheke mit Wildkräutern oder im Tool zum Kräuter erkennen.🌿 Heilkräuter im August
Jetzt blühen viele Pflanzen in voller Kraft: Schafgarbe, Johanniskraut, Königskerze & Co. eignen sich ideal für Tee, Tinktur oder deine Hausapotheke.
➜ Zu den Heilkräutern im August🛠️ DIY im August
Salben rühren, Kräuteröle ansetzen, Vorräte für den Herbst vorbereiten: Im August ist die beste Zeit, um Heilpflanzen frisch zu verarbeiten – direkt aus der Natur in deine Hausapotheke.
➜ Jetzt Hausmittel & Rezepte entdecken🏺 Vorrat im August
Jetzt ist die beste Zeit zum Trocknen, Einlegen & Haltbarmachen: Blüten für Tees, Blätter für Kräutersalz, Samen für deine Hausapotheke – der August ist voller Möglichkeiten.
➜ Zum Vorrat im August🍇 Beeren im August
Holunder, Brombeere & Schlehe reifen heran.
Jetzt sammeln, frisch genießen oder haltbar machen – voll mit Vitaminen und Naturkraft.
Nutze den Exkursions-Begleiter für unterwegs – alle wichtigen Wildkräuter im August im Pocket-Format:
🗓️ Wildkräuter im August – was jetzt ideal ist:
Der August ist Hochsaison für viele Wild- und Heilpflanzen. Einige stehen in voller Blüte, andere liefern jetzt reife Samen oder sind bereit zur Wurzelernte. Diese Übersicht zeigt dir, welche Teile du jetzt für Tee, Tinkturen oder deine Hausapotheke sammeln kannst.
🌿 Blätter im August sammeln: Tipps & Anwendung
Brennnessel: Junge Blätter enthalten viel Eisen und Chlorophyll – ideal für Tee, Smoothie oder Pulver.
Giersch: Frische Nachtriebe schmecken mild und eignen sich für Wildsalat oder Kräuterquark.
Beifuß: Wird traditionell als Bittermittel und in Verdauungstees genutzt – Blätter jetzt sammeln und trocknen.
Spitzwegerich: Entzündungshemmend & reizlindernd – Blätter können für Hustentee und Umschläge geerntet werden.
🌸 Blüten – kraftvolle Heilmittel in Hochblüte
Schafgarbe: Unterstützt Leber und Verdauung – klassisch in Teemischungen oder Tinkturen.
Königskerze: Die gelben Einzelblüten wirken reizlindernd – beliebt bei Husten und Rachenreizungen.
Malve: Die Blüten enthalten Schleimstoffe – ideal bei Reizhusten oder für entzündungshemmende Tees.
Goldrute: Wird traditionell bei Harnwegsbeschwerden eingesetzt – jetzt in voller Blüte.
Wegwarte: Blüht vormittags – die Bitterstoffe sind hilfreich für Leber & Galle.
🌰 Samen & Früchte – konzentrierte Heilkraft
Brennnessel: Die Samen sind ein Superfood – reich an Eiweiß, Eisen & Vitamin E.
Wilde Möhre: Die Dolden enthalten aromatische Samen – hilfreich für die Verdauung.
Wegerich: Reife Samenkapseln können für Hustentee oder Schleimstoffe genutzt werden.
🌿 Wurzeln ernten im Spätsommer: Wann & wie?
Wilde Möhre: Die kräftige Pfahlwurzel kann bei nachlassendem Laub geerntet werden.
Wegerich: Erste Wurzeln nutzbar, wenn das Kraut welkt – z. B. für Tinkturen.
Hinweis: Wurzeln nur ernten, wenn die Pflanze eindeutig bestimmt ist.
➕ Detaillierte Infos, Anwendungen & DIY-Rezepte findest du auf: Heilpflanzen im August , Vorrat anlegen , Hausmittel selbst machen.
🌿 August: Sammeln, verarbeiten & bevorraten
Der August ist der perfekte Monat, um Pflanzen aus der Natur sinnvoll zu nutzen: Viele Blätter, Blüten, Samen und Wurzeln sind jetzt in idealem Zustand für die spätere Verarbeitung. Ob zum Trocknen, Einlegen, Mischen oder als Vorrat für die kalte Jahreszeit – wer jetzt aktiv wird, kann mit einfachen Mitteln einen vielseitigen Bestand anlegen. So entsteht eine natürliche Vorratskammer – selbst gesammelt, selbst gemacht, nachhaltig genutzt.
🌸 Blüten im August sammeln
Viele Heil- und Wildpflanzen stehen im August in voller Blüte und bieten jetzt ihr volles Aromapotenzial. Sammle die Blüten am besten morgens, wenn der Tau getrocknet ist und bevor die Mittagshitze einsetzt. Achte darauf, nur vollständig geöffnete, makellose Blüten zu ernten und schneide sie mit einer scharfen Schere knapp über dem Ansatz ab. Anschließend luftgetrocknet oder schonend bei 35–40 °C im Dörrgerät behalten sie Farbe und Wirkstoffe und eignen sich ideal für Teemischungen, Blütenzucker oder Ölauszüge.
Meine Erfahrung: Bei meinem Exkurs im August habe ich eine Handvoll Malvenblüten gesammelt und sie über Nacht luftgetrocknet. Am nächsten Tag zauberte ich daraus einen zart duftenden Blütenzucker, der meine sommerlichen Desserts perfekt veredelte.
🌰 Samen ernten im August
Im Spätsommer reifen die Samenkapseln vieler Pflanzen und sind jetzt prall gefüllt mit Nährstoffen. Warte, bis die Kapseln oder Dolden trocken und papierartig wirken, bevor du sie abschneidest. Sammle an einem trockenen, windstillen Tag und schüttle die Samen vorsichtig in ein Tuch oder eine Schüssel. Lagere sie anschließend luftdicht und dunkel – so bleiben sie keimfähig für die Aussaat oder aromatisch als Gewürz und Zutat in Wildkräutersalzen.
Mein August-Exkurs mit Brennnesseltee: Ich pflückte junge Brennnesselsamen direkt von den Pflanzen und gab sie frisch in meine Teekanne. Der Tee war kräftig und nahrhaft – ein wunderbarer Energiekick an einem warmen Spätsommertag.
🗓️ Sammel-Kalender August 2025
Hervorgehobene Tage markieren den Sammel-Start für jede Pflanze – Blätter, Blüten, Samen oder Früchte.
Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
---|---|---|---|---|---|---|
1 Giersch | 2 Heidelbeere | 3 Spitzwegerich | ||||
4 Beifuß | 5 Brombeere | 6 | 7 Brennnessel | 8 Heidelbeere | 9 | 10 Malve |
11 Königskerze | 12 | 13 | 14 Sanddorn | 15 Schafgarbe | 16 | 17 |
18 Wegwarte | 19 | 20 | 21 Wilde Möhre | 22 | 23 Holunder | 24 |
25 Goldrute | 26 | 27 Vogelbeere | 28 | 29 | 30 | 31 |
🔬 Wissenschaftlicher Kontext: Wirkstoff-Höhepunkte im Spätsommer
Im Spätsommer erreichen viele Wild- und Heilpflanzen ihren höchsten Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Durch die intensive Sonneneinstrahlung und stärkere Temperaturschwankungen produzieren die Pflanzen vermehrt Flavonoide – potente Antioxidantien, die Zellen vor UV-Schäden schützen – sowie ätherische Öle, die als chemischer Schutz gegen Fraßfeinde und Krankheitserreger dienen.
Diese Stoffe akkumulieren in Blüten und Blättern, um die Fotosynthese zu stabilisieren und die Wasserverdunstung zu regulieren. Für dich bedeutet das: Ernten im Spätsommer liefert besonders wirkkräftiges Pflanzenmaterial für Tee, Tinkturen und Ölauszüge.
🌿 Die 20 wichtigsten Wildpflanzen im August
Pflanze | Sammelbare Pflanzenteile | Nutzung | Besonderheiten |
---|---|---|---|
Brennnessel | Samen, Blätter | Nährstoffreich, Tee, Pulver | Energiespender für den Herbst |
Giersch | Frische Blätter | Wildgemüse, roh & gekocht | Treibt neu aus |
Spitzwegerich | Blätter, Samen | Husten, Wundheilung | Jetzt gut trocknen |
Johanniskraut | Blüten | Öl, Tee, Stimmungsaufheller | Letzte Blütephase |
Kamille | Blüten | Tee, Magen, Haut | Ende der Hauptblüte |
Schafgarbe | Blüten, Blätter | Verdauung, Frauenheilkunde | Blüte bis September |
Königskerze | Blüten | Husten, Bronchien | Wichtig: morgens ernten |
Beifuß | Blätter, Blütenstände | Verdauung, Räuchern | Traditionell zur Gänsezeit |
Goldrute | Blüten | Blase, Niere, Entzündung | Spätblüher |
Wegwarte | Blüten, Wurzel (beginnend) | Bitterstoffpflanze | Achtung Verwechslungsgefahr |
Vogelmiere | Frische Triebe | Salat, Wildgemüse | Ganzjährig, frisch nach Schnitt |
Löwenzahn | Blätter, Wurzel (früh) | Leber, Verdauung | Blätter noch zart |
Knoblauchsrauke | Blätter, Samen | Pesto, Wildgewürz | Späte Sammelmöglichkeit |
Labkraut | Blüten, Blätter | Hauttees, mild harntreibend | Nur bestimmte Arten nutzen |
Wilde Möhre | Samen, Wurzel (früh) | Heiltradition, Bitterstoff | Verwechslungsgefahr! |
Malve | Blüten | Schleimstoffe, Reizlinderung | Sanfte Heilpflanze |
Holunderbeere | Beeren (nur gekocht!) | Erkältung, Saft, Gelee | Roh giftig |
Brombeere | Beeren, Blätter | Immunsystem, Vitamin C | Ideal für Vorrat |
Heidelbeere | Beeren | Magenfreundlich, antioxidativ | Wildbeerenzeit |
Minze (Wildform) | Blätter, Triebe | Tee, kühlend, Magen | Hochsommer-Klassiker |
🛠️ Praxis-Tipps
- So trocknest du Giersch schonend im Gartenhaus: Bündle frische Giersch-Triebe zu kleinen Sträußchen und hänge sie kopfüber an Haken in deinem luftigen Gartenhaus auf. Achte darauf, dass die Bündel nicht zu dicht hängen, damit die Luft gut zirkulieren kann. Nach 5–7 Tagen sind die Blätter knusprig trocken und behalten ihr zartes Aroma.
- Luftfeuchtigkeit kontrollieren: Platziere eine offene Schale mit Salz oder Reis im Gartenhaus, um überschüssige Feuchtigkeit zu binden. So verhinderst du Schimmel und sorgst für einen gleichmäßigen Trocknungsprozess – ideal für alle feuchtigkeitsempfindlichen Kräuter.
🌿 Beschreibung der wichtigsten Wildpflanzen im August
Brennnessel
Die Samen und jungen Blätter sind wahre Vitalstoffbomben. Sie enthalten Eisen, Kieselsäure und Chlorophyll und eignen sich für Tee, Pulver oder als Zutat in Wildkräutermischungen.
Giersch
Frische Blätter treiben selbst im August neu aus. Giersch ist ein hervorragendes Wildgemüse – ideal für Salate, Pesto oder gedünstete Gerichte.
Spitzwegerich
Die lanzenförmigen Blätter und die Samen sind typische Sammelobjekte im Spätsommer. Sie helfen bei Husten, kleinen Wunden und lassen sich gut trocknen.
Johanniskraut
Die Blüten werden im August für Öl und Tee geerntet. Johanniskraut wird traditionell zur Stimmungsaufhellung genutzt. Die Hauptblütezeit endet langsam.
Kamille
Ihre Blüten helfen bei Magenproblemen und Hautreizungen. Im August geht die Hauptblütezeit zu Ende – jetzt ist die letzte Sammelchance.
Schafgarbe
Blüten und Blätter wirken verdauungsfördernd und krampflösend. Die Schafgarbe bleibt bis in den Herbst hinein eine wichtige Wildpflanze.
Königskerze
Ihre gelben Blüten werden gezielt morgens gesammelt und als Hausmittel bei Husten verwendet. Auch als Bestandteil von Bronchialtees beliebt.
Beifuß
Er ist ein Bitterkraut mit Tradition – ob zum Räuchern oder Würzen. Besonders zur Gänsezeit war Beifuß ein unverzichtbares Küchenkraut.
Goldrute
Die blühende Goldrute wird wegen ihrer harntreibenden und entzündungshemmenden Wirkung in Blasen- und Nierentees verwendet.
Wegwarte
Mit ihren blauen Blüten ist sie ein Blickfang. Die Bitterstoffe in Blüten und beginnender Wurzel regen Leber und Verdauung an.
Vogelmiere
Ganzjährig verfügbar, besonders nach Rückschnitt. Die frischen Triebe sind zart und vitaminreich – perfekt für Wildsalate.
Löwenzahn
Die jungen Blätter sind auch im August mild im Geschmack. Die Wurzel kann im Frühherbst geerntet werden – gut für Leber und Galle.
Knoblauchsrauke
Die scharf-würzigen Blätter und Samen ergeben ein kräftiges Pesto oder Wildgewürz. Auch im Spätsommer noch vereinzelt frisch zu finden.
Labkraut
Verschiedene Arten lassen sich nutzen – etwa als mild harntreibender Tee oder zur Hautpflege. Blüten und Blätter sind verwendbar.
Wilde Möhre
Eine klassische Doldenblütler-Pflanze mit Verwechslungsgefahr. Die Wurzel und die aromatischen Samen wurden traditionell medizinisch genutzt.
Malve
Ihre schleimstoffreichen Blüten sind wohltuend bei Reizhusten oder Schleimhautreizungen. Sie sind mild, schön und heilsam zugleich.
Holunderbeere
Die dunklen Beeren sind nur gekocht genießbar. Sie enthalten Flavonoide und sind bewährt bei Erkältung, Saftzubereitung und Gelee.
Brombeere
Beeren und Blätter sind reich an Vitamin C und Gerbstoffen. Gut für die Vorratshaltung: als Tee, Marmelade oder frisch vom Strauch.
Heidelbeere
Eine magenfreundliche Beere mit hohem antioxidativem Potenzial. Im Wald gesammelt oder aus naturnahen Gärten.
Minze (Wildform)
Die erfrischenden Blätter eignen sich für Tee und Magenmischungen. Der kühlende Effekt ist im Hochsommer besonders willkommen.
💡 Tipp für den Vorrat im August:
Jetzt ist die beste Zeit, um Königskerzenblüten für den Winter zu sammeln! Sie blühen oft nur tageweise und welken rasch – daher morgens die geöffneten Blüten vorsichtig von Hand abzupfen und luftig trocknen. Ein wertvoller Vorrat für die Hausapotheke: Die Blüten eignen sich hervorragend für beruhigenden Hustentee bei Reizhusten und Heiserkeit.
⚠️ Sicherheit & Verwechslungsgefahr
- Rainfarn& Beifuß können mit giftigen Doldenblütlern verwechselt werden – z. B. mit der Hundspetersilie.
- Wilde Möhre sieht harmlos aus, kann aber mit dem Gefleckten Schierling verwechselt werden – höchste Vorsicht bei der Wurzelsuche!
- Immer nur sammeln, was du eindeutig bestimmen kannst – im Zweifel lieber stehen lassen.
🌿 Das ganze Kräuterjahr – zum Weiterstöbern
Der August steckt voller Sammelmöglichkeiten – doch auch die anderen Monate bieten viele spannende Wildpflanzen. Hier kannst du direkt im Kräuterjahr weiterblättern oder den Überblick über alle Monate aufrufen.
📚 Mehr erfahren – Wikipedia-Links zu den Kräutern dieser Seite
FAQ – Häufige Fragen zu Wildkräutern im August
Welche Wildkräuter kann ich im August sammeln?
Brennnesselsamen, Schafgarbe, Giersch, wilde Möhren und Spitzwegerich findest du jetzt besonders häufig. Gegen Monatsende sind auch reife Holunderbeeren oft schon reif.
Sind die Kräuter noch zart genug für Salate?
Viele Wildkräuter sind jetzt kräftiger, eignen sich aber immer noch hervorragend für Smoothies, Pesto oder getrocknet als Gewürz. Junge Blätter von Giersch oder Spitzwegerich kannst du direkt roh verwenden.
Wann ist die beste Zeit zum Sammeln?
Am besten am Vormittag, wenn der Tau abgetrocknet ist. So halten die Kräuter länger frisch und schimmeln beim Trocknen nicht.
Wie mache ich Wildkräuter haltbar?
Trockne sie schonend im Schatten und luftdurchlässig oder lege sie in Öl, Essig oder Alkohol ein (z. B. als Tinktur). So hast du den Geschmack und die Wirkstoffe auch im Winter griffbereit.
Was muss ich beim Sammeln beachten?
Sammle nur, was du sicher bestimmen kannst. Meide Plätze an viel befahrenen Straßen oder Hundewiesen und lass immer genug Pflanzen stehen, damit sich die Bestände erholen können.