Frauenmantel
🍃 Wirkung, Erkennung & Anwendung
Frauenmantel Alchemilla vulgaris
Frauenmantel ist eine typische Wiesenpflanze mit weich gefalteten, fächerartigen Blättern. Auffällig sind die kugeligen Tropfen auf der Blattoberfläche, die besonders am Morgen gut sichtbar sind.
Verwendung & Anwendung
Traditionelle Anwendung: Frauenmantel wird klassisch bei Menstruationsbeschwerden, Zyklusunregelmäßigkeiten und in der Frauenheilkunde eingesetzt.
Zusammenziehende Wirkung: Aufgrund seines Gerbstoffgehalts wird er auch bei Durchfall oder äußerlich bei kleinen Wunden genutzt.
Küche: Junge Blätter können in kleinen Mengen als mild-bittere Zutat verwendet werden.
Inhaltsstoffe
Gerbstoffe (Tannine), Flavonoide, Bitterstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe.
Der hohe Gerbstoffgehalt ist für die zusammenziehende Wirkung verantwortlich.
Frauenmantel sicher erkennen
Frauenmantel lässt sich gut an seiner typischen rund bis fächerförmigen, flach gelappten Blattform
erkennen. Die Blätter wirken wie fein gefaltet, sind am Rand deutlich gekerbt bis gesägt
und tragen oft eine weiche, fein behaarte Oberfläche.
Gerade diese zarte Behaarung sorgt dafür, dass Wasser nicht einfach verläuft, sondern als Tropfen sichtbar stehen bleibt.
Besonders auffällig sind die oft kugeligen Guttationstropfen:
Dabei gibt die Pflanze Wasser über spezielle Blattporen wieder ab, meist nachts oder am frühen Morgen.
Diese Tropfen sitzen nicht nur wie Tau auf dem Blatt, sondern gehören zu den auffälligen Merkmalen, für die Frauenmantel bekannt ist.
Zusammen mit der mantelartigen Blattform
und der fein pelzigen Blattstruktur
ergibt sich ein insgesamt sehr charakteristisches Bild.
